Ein kleines Team um den Troisdorfer Ingenieur und Erfinder Anton Ledwon hat den Nachweis erbracht, molekulare Verbindungen prozessgesteuert zu modulieren. Die zum internationalen Patent angemeldete Technologie ermöglicht es, synthetische Stoffe, mit geringerem Energieeinsatz im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren zu kreieren.

Als erstes werden die Moleküle gesteuert zu einer bestimmten mechanischen Spannungsgrenze und dann kontrolliert zur chemischen Reaktion gebracht. Da sich die „Spannungsgrenze“ kontinuierlich aufgrund der Einflussfaktoren wie Temperatur, Druck, Dichte usw. verändert, ist es notwendig den chemischen Vorgang exakt ( von Mikrosekunden bis Millisekunden) für ein stabiles Ergebnis zu steuern. Mit dieser Methode können chemische Syntheseprozesse mit wenig Energieeinsatz durchgeführt werden

Für die Modulation synthetischer Gase wie Methan, Propan oder Butan werden die langen Kohlenwasserstoffverbindungen aus z.B. Altöl, Schweröl usw. und Wasser in einem Reaktor analysiert und zu neuen kurzkettigen Verbindungen synthesiert.
Das Verfahren trägt zudem einen Beitrag zum Klimaschutz bei, da aus konterminierten z.B. Altölen saubere und hochwertige Treibstoffe generiert werden.

Diese Entdeckung könnte ein Meilenstein nicht nur für die Herstellung synthetischer Treibstoffe setzen, da für den gesteuerten Prozess der molekularen Modulation weder hohe Drücke noch Temperaturen benötigt werden. Vielmehr muss sogar die Prozesswärme kontrolliert je nach angestrebtem Ergebnis aus dem Reaktor abtransportiert werden und steht als Wärmeenergie zur weiteren Verwendung wie z.B. einem Fernwärmenetz zur Verfügung

Dipl. Ing. Anton Ledwon, dessen weitere Erfindung einer Erdwärme-Speichersonde den renommierten deutschen Innovationspreis Klima und Umwelt (IKU) 2015 und den US IGSHPA Innovation Award 2017 gewonnen hat, sieht mit dieser neuen Technologie neben der Modulierung alkanischer Verbindungen auch die Synthese von Stoffen aus der Hydroxyl-Gruppe und der Amino-Gruppe.

Erste Erkenntnisse aus Versuchen mit unterschiedlichen gasförmigen-, flüssigen- oder festen Edukten lassen darauf schließen, dass das Spektrum der Modulation von chemischen Verbindungen nahezu unbegrenzt erscheint.
Der präzise gesteuerte Syntheseprozess erlaubt jetzt schon die Modulation mit geringsten Molekülmengen und gibt uns einen Grund zur Hoffnung das in Zukunft aus anorganischen Grundstoffe organische Verbindungen zu synthesieren.